2022

25.06.2022 - 16. Hennefer Europalauf

Endlich wieder Europalauf!

Wie so viele Volksläufe fand der Hennefer Europalauf während der Pandemie nicht statt. Umso erfreuter waren die mehr als 1.200 TeilnehmerInnen (so der Veranstalter), als es am Samstag endlich wieder auf die unterschiedlichen Strecken ging. Über die kurzen Distanzen sah man vorwiegend Kinder, die mit oder ohne Eltern über den Asphalt flitzten.

Auf dem 3,6 km langen Familylauf debütierte unser "Neuzugang" Chadi aus Aleppo (Syrien) erfolgreich in seinem ersten Wettkampf. 
Beim 10 km langen Panoramalauf fanden sich erwartungsgemäß die meisten LT LäuferInnen wieder. Angefangen bei Stephan Müll in der starken Zeit von
40:41 Minuten reihten sich nach ihm Martin Schenk,  Michael Wank, Kristin Möseler, Heike Weisbach, Christian Singel, Janina Roth und Eveline Hahs in die Ergebnisliste ein.
Den Halbmarathon finishte unser "Mr. Unkaputtbar" Erwin Rüttgers in 2:31 h als Sieger der Altersklasse M70! 
Das sehr warme Wetter ließ Bestzeiten nicht zu, aber trotzdem war die Freude über den ersten Wettkampf in Hennef seit 2019 riesengroß.

03.06.2022 - Virtueller Spendenlauf zugunsten der Überflutungsregionen NRW & RLP 2021

Im Zeitraum 01.-05. Juni 2022 stand nicht das Laufen als Wettkampf an erster Stelle, sondern der Gedanke an die Flutkatastrophe im Sommer 2021, in NRW und RLP.  Unter dem Motto "Hochwasserschutz: DAUER-Aufgabe - DAUER-Lauf" veranstaltete das HochwasserKompetenzCentrum e.V einen virtuellen Spendenlauf. Mit der Anmeldung bekam man seine Startnummer und die Anmeldegebühr wurde vollständig gespendet.

5 Läufer:innen des LT Hennef nahmen dies zum Anlass sich einmal mehr zu treffen, zu laufen und dabei gutes zu tun. Somit liefen Lina, Martina, Franz, Guido und Christian eine extra Runde von 10 km für den guten Zweck.

46. Osterlauf Ruppichteroth

Am 16. April 2022 machten sich 5 Läufer:innen des LT, bei tollem Wetter, auf in die schöne Landschaft von Ruppichteroth. Hier stand der 10,5 km lange Osterlauf auf dem Tagesplan.  
Grit Baedeker konnte sich den 2. Platz der Frauen sichern und Stephan Müll kam als 5. aller Läufer ins Ziel. 
Guido und Heike Weisbach durchliefen kurz nacheinander mit 55:15 min und 57:30 min, die Ziellinie. 
Nach 01:08:28 h konnte Martina Kremer-Fitz die Strecke, die ein paar Höhenmeter zu bieten hat, hinter sich lassen und kam zufrieden ins Ziel.

37. Winterlaufserie des LSV Porz

Mit dem dritten Lauf endete die Winterserie des LSV Porz und der LT Hennef war mit voller Kapelle am Start. Die Strecke war nach dem Starkregen der vergangenen Tage stark aufgeweicht, aber den Umständen entsprechend in guter Verfassung.

Den Beginn machten Grit Baedeker und Stephan Müll im 5 km-Lauf mit einem für Beide eher durchwachsenen Ergebnis. Stephan kam nach 20:26 Minuten ins Ziel, gefolgt von Grit in 21:48 Minuten.

Im 10 km-Lauf wollten unsere Starter:innen an die guten Ergebnisse der ersten beiden Läufe anknüpfen, was in Teilen gelang. Michael Wank (44:30 Minuten) und Kristin Möseler (48:47 Minuten) erhofften sich nach den ersten beiden Läufen ein deutlich besseres Ergebnis. Die unfreiwillige "Bodenprobe" von Michael in der zweiten Runde hatte jedoch keinen großen Einfluss auf sein Ergebnis.

Deutlich besser lief es für Guido (53:27 Minuten) und Heike Weisbach (54:06 Minuten), die sich beide gegenüber den ersten Läufen noch einmal steigern konnten. Eveline Hahs komplettierte in 1:09:11 h das Feld der LT-Läufer:innen und war froh, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu können.

Die nächsten Gelegenheiten zur Formüberprüfung ergeben sich z.B. Ende März beim Beueler 10er.

2021

Platinman 2021 - Über den Höhen von Winterscheid

Nach 2-jähriger Abstinenz fand der Platinman-Traillauf in diesem Jahr
endlich wieder statt. Mehr als 200 begeisterte Berg- und
Lanschaftsläufer:innen fanden den Weg nach Winterscheid, um die
herausfordernden Strecken über 13,2 km (Platinman light) oder 26,6 km
(Platinman) unter die Füße zu nehmen. Treiben ungeübten schon die
schieren Distanzen den Schweiß auf die Stirn, haben die Veranstalter um
Cheforganisator Axel Gerlach den Kurs noch mit ordentlich Höhenmetern
und schwerem Geläuf garniert.

Der eigenprogrammierten Zeitnahme mit Transpondern ist es zu verdanken, dass die Läufer:innen Coronakonform in gebührendem Abstand auf die Strecke gingen. Vom Gelände des Sportplatzes in Winterscheid ging es gleich zu Sache. Unterwegs warteten einige saftige Anstiege, darunter der berühmte Weg zur Drachenfliegerschanze an der Stachelhardt, der mit mehr als 50%iger Steigung fast alle zum Gehen zwingt.

Nicht den Seriensieger Tim Dally aus dem Siegerland, der auch bei seinem 6. Start mit deutlichem Vorsprung und als einziger mit einer Zeit unter 2 Stunden den Sieg verbuchte. Den 1. Platz bei den Damen errang Lise Devits mit ebenfalls deutlichem Vorsprung. Stephan Müll erzielte in der Klassezeit von 2:28,11 h den Altersklassensieg der AK M50 und Platz 14 im Hauptfeld. Martin Schenk landete in 3:10,38 h im Hauptfeld und das nur 2 Wochen nach dem nicht minder anstrengenden Drachenlauf im
Siebengebirge. 

Nicht weniger bergig geht es über die halbe Distanz bei der
"Light-Version" des Platinman zu. Grit Baedeker überwandt in 1:16,39 h
die 450 Höhenmeter als hervorragende 3. im Gesamteinlauf der Frauen beim Sieg von Phyllis-Emilia Mayer, die 8 Minuten weniger benötigte.
Glücklich und reichlich mit Schlamm bespritzt traten die
Teilnehmer:innen gegen 16 Uhr die Heimreise an.

Bonn Marathon Oktober Challenge

"Einen ganzen Monat voller Laufspaß" versprachen die Organisatoren des
Deutsche Post Marathon Bonn, der Coronabedingt auch dieses Jahr erneut nicht stattfand. Der eigens dafür installierte 5 km Rundkurs in den
Bonner Rheinauen konnte im ganzen Oktober von gemeldeten
Teilnehmer:innen täglich umrundet werden. Mehr als 3.700 Läuferinnen und Läufer machten von dem Angebot Gebrauch, gab es doch für nur  10,- € Startgeld neben der original Medaille auch ein Veranstaltungsshirt und als weiteres Goodie eine Stirnlampe.

Am letzten Tag des Monats ergriffen Kristin Möseler und Michael Wank
buchstäblich die letzte Chance, um ins Geschehen einzugreifen. Das
perfekte Laufwetter verleitete viele Sportler:innen zu einem Start, so
dass die Strecke gut besucht war. Nach 4 Runden und 20 km entschlossen sich die beiden zu einer spontanen Verlängerung, um die 21,1 km für die offizielle Halbmarathondistanz zu vervollständigen.

Insgesamt wurden laut Veranstalter rund 42.000 Gesamtkilometer
absolviert, was einer Strecke rund um den Globus entspricht.

2020

48. Herbstlauf des LSV Porz

Nachdem ein Wettkampf nach dem anderen der Pandemie zum Opfer fiel, blieb als einer der letzten Möglichkeiten der traditionelle Herbstlauf
des LSV Porz um Lauflegende Helmut Urbach. Und tatsächlich hielt das
Hygienekonzept den behördlichen Anforderungen stand, so dass fast 500
begeisterte Teilnehmer:innen in kleinen Gruppen und mit zeitlichem
Abstand auf den 5 km Rundkurs um das Gut Leidenhausen auf die gut
präparierte Strecke gingen.

Dabei wurden Wettkämpfe über 5, 10 km und die Halbmarathondistanz angeboten.

Über 10 km erreichten Eveline Hahs in 1:03,22 h und Markus Olbert in
1:02,54 h fast zeitgleich das Ziel. Auf dem später gestarteten
Halbmarathon konnte Kristin Möseler endlich ihr mehrfach verschobenes
Debüt auf der 21,1 km langen Halbmarathondistanz geben. Nach mehreren "privaten" Läufen im Frühjahr reichte es am Ende zu einer hervorragenden Zielzeit von 1:50,41 h, mit der sie sogar auf Anhieb ihre Altersklasse gewann und als 10. der Frauenwertung einlief.

Michael Wank gelang mit 1:37,52 h ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis, mit
dem er sich auf Rang 4 der AK M50 einreihte. Die Freude war allen
Sportler:innen anzusehen, gab es doch mehr als 1 Jahr nahezu keine
Laufwettbewerbe.

2019

LT Hennef/Sieg International
Marathon in Lissabon

Zum Abschluss der Laufsaison 2019 machten sich Frank, Guido, Heike und Erwin auf zu einem Kurztrip nach Lissabon, wo für Guido und Erwin ein besonderes Saisonhighlight wartete. Erwin hatte bereits vor 10 Jahren über einen Start beim EDP Maratona De Lisboa nachgedacht und mit der besonderen Unterstützung seines "Juniors" Dirk sollte dies nun für den "Senior" der letzte Marathon sein.

Guido nahm dies zum Anlass, sein Debüt unter den Marathonis anzugehen und so gingen beide am Sonntagmorgen um 8 Uhr in Cascais bei einem traumhaften Sonnenaufgang und besten Bedingungen an den Start. Der größte Teil der Strecke verlief entlang des Atlantik und Tejo; der Zieleinlauf befand sich zusammen mit den Halbmarathonläufern im historischen Zentrum von Lissabon.

Guido lief in einer tollen Debüt-Zeit von 4:44:55 und Erwin in einer hervorragenden Zeit von 4:54:35 angestrengt aber glücklich ins Ziel. Dort wurden sie von Frank und Heike empfangen, die sich später am Vormittag von der Vasco da Gama Brücke aus auf die 21,1 km lange Strecke des LUSO MEIA MARATONA aufgemacht hatten. Rundum war es für alle ein tolles Wochenende.

Ob es jetzt wirklich der letzte Marathon für Erwin war....? Es bleibt abzuwarten. 

2018

Rund um Leidenhausen - LT Hennef eröffnet die Wettkampfsaison

Alljährlich ruft Lauflegende Helmut Urbach zur traditionellen Winterlaufserie ins Gut Leidenhausen und Hunderte Laufbegeisterte folgen diesem Aufruf.

Den meisten Startern bietet sich die Gelegenheit zur ersten Formüberprüfung, andere wiederum steigern die Streckenlänge von Lauf zu Lauf. So bietet sich auf 3 Formaten die Möglichkeit der Sprintstrecke (3x5km), der Klassiker über 3x10km und die "Langläufer" steigern sich von 10 über 15 km bis zum Halbmarathon.

Grit Baedeker, Heike Weisbach und Michael Wank nutzten die 10 km zur ersten Standortbestimmung des Jahres. Erfreulich dabei: Heike gelang gleich eine Steigerung ihrer persönlichen Bestzeit auf 58:22 min.! Etwas weiter vorne platzierten sich Michael (44:18 min) und Grit (45:34 min), die unterschiedlich zufrieden mit ihrem Ergebnis waren.

Etwas später starteten Eveline Hahs und Marc Olbert auf der 15 km Strecke, der für beide als Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen geführt werden darf. Nach entspannten 1:44 h erreichten Beide gemeinsam das Ziel. Für Eveline und Marc war es bereits der zweite Start bei einer Winterserie. Zuvor starteten Sie bereits in Leverkusen und sind in puncto Wettkampfhärte dem Rest einige Meter voraus.

2017

37. Brückenlauf in Köln - Zweimal kurz, einmal lang

Traditionen pflegt man in Köln bekanntlich viele. Der Brückenlauf gehört dazu, auch wenn sich die Streckenführung in seiner mehr als 35-jährigen Geschichte vielfach geändert hat. Bildeten sich vor Jahren noch lange Schlangen vor dem schmalen Aufgang der Südbrücke, führt die heutige Strecke mehrheitlich die breiten Zuwegungen von Severins, Hohenzollern-, Mülheimer- und Deutzer Brücke entlang.

Wem die rund 15,5 km lange Hauptstrecke zu lang ist, darf sich auf der verkürzten 5,5 km langen Unterdistanz betätigen.

Mit etwas Verspätung schickte Alexandra Wester, eine erfolgreiche deutsche Weitspringerin aus den Reihen des ASV Köln, rund 2.800 Starter bei strahlendem Sonnenschein auf die Strecken. Die Verspätung rührte von einem Düsseldorfer Autofahrer, der sein Fahrzeug (unabsichtlich) auf der Strecke parkte. Der Hinweis sorgte im Teilnehmerfeld für Erheiterung.

Marc Olbert und Marc Dittmer aus den Reihen des LT Hennef bogen nach der ersten Brückenüberquerung auf die kurze Strecke ab und erreichten nach 33:46 Minuten (Marc Olbert) bzw. 46:16 Minuten (Marc Dittmer) das Ziel am Rheinauhafen. Dort erwartete bereits Sabine Pütz die Finisher und verewigte den Zieleinlauf mit dem Handy.

Auf der langen Distanz konnte sich Michael Wank in der Zeit von 1:12,39 h als 168. der Gesamtwertung sehr gut behaupten. Im Ziel erwartete die Sportler frisches Obst und Getränke aus dem Sortiment des Hauptsponsors. Organisatorisch gibt es bei dieser Veranstaltung nichts auszusetzen und die Teilnehmer hatten sichtlich Spaß.

Weniger Spaß bereitet den Läufer(inne)n des LT Hennef die früher einsetzende Dunkelheit. Wir starten jetzt wieder ab 19:00 Uhr vor dem Lokal JaJa an der Frankfurter Straße in Hennef.

Triathlon zu Dritt - Hennefer erfolgreich beim Köln Triathlon

Triathlon ist eine boomende Sportart und erlangt nicht zuletzt durch die internationalen Erfolge Deutscher Profis zunehmend an Beliebtheit. Der Ausdauerdreikampf, bestehend aus Schwimmen, Radfahren und Laufen veranlasst jedes Jahr mehr Menschen dazu, es selbst auszuprobieren. Dafür gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die sogenannte Volksdistanzen anbieten, die jeder bei einigermaßen guter körperlicher Verfassung bewältigen kann.


Es gibt jedoch Streckenlängen, die ein einzelner Sportler nur nach intensiver Vorbereitung in Angriff sollte. Alternativ sucht man sich zwei Mitstreiter und nimmt im Rahmen einer Staffel am Wettbewerb teil. Gesagt, getan! Beim Cologne Triathlon Weekend, der größten Triathlonveranstaltung dieser Region, gingen mit Franz Kremer, Martina Fitz und deren Tochter Lina drei Sportler aus den Reihen des LT Hennef an den Start der Halbdistanz, bestehend aus 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und dem abschließenden Halbmarathon.

Lina machte ihre Sache auf der Regattabahn des Fühlinger Sees gut und übergab nach rund 50 Minuten den virtuellen Staffelstab an Franz. Er benötigte für die flache, aber windanfällige Radstrecke ziemlich exakt 3 Stunden, bevor Martina sich nach dem zweiten Wechsel auf die Laufstrecke entlang des Rheins begab. War es früh morgens noch empfindlich kalt, kam zunehmend die Sonne raus und bescherte den Athleten nahezu optimale Bedingungen. Nach 2:11 h war der Halbmarathon für Sie beendet, was in der Addition aller Zeiten ein Gesamtergebnis von 6:07 h ergab.

So endete ein langer, aber erfolgreicher Tag mit dem verdienten Erhalt der Finishershirts und Medaillen. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

24 Stunden um die Nordschleife

STORM Team Triathlon bei Rad am Ring

An den wenigen Tagen, an denen die altehrwürdige Nordschleife auf dem Nürburgring mal nicht von PS-starken Boliden befahren wird, finden entweder Konzerte statt oder Tausende von Radfahrern stürzen sich wagemutig mit mehr als 90 Sachen ins Karussel oder keuchen die teils 18%ige Steigung zur hohen Acht empor.

Die 15. Auflage von Rad am Ring fand unter Beteiligung zweier Teams aus Hennef, bestehend aus Grit Baedeker, Stephan Müll, Thorsten Lange, Mario Fromm, Reinhold Gierlach, Martin Schenk, Guido Weisbach und Michael Wank statt. Im Rundenwechsel wurde die 26 km lange und mit mehr als 500 Höhenmeter garnierte Strecke in Angriff genommen. Bei nahezu optimalen Bedingungen gingen die ersten Runden noch relativ locker von den Beinen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden Körper und Geist zwar immer müder, doch die Gruppendynamik half über jede Schwächeperiode hinweg.

Die grandiose Unterstützung von Annette Gierlach, Doris Fromm, Diana Grau, Ramona Franz und Simone Schenk (samt Tochter Fine) trug unsere Radritter über satte 22 bzw. 21 Runden, bevor alle gemeinsam die Ziellinie überquerten. Eine tolle Veranstaltung mit vielen Tausend Radverrückten und Anhängern vermittelte das Gefühl einer großen Party. Überall roch es nach Gegrilltem, es wurde gefeiert und auf der Strecke gemeinsam gelitten. Und die Müdigkeit am Ende wird vermutlich recht bald dem Wunsch weichen, das Ganze noch einmal zu wiederholen.

LT Hennef beim Melpomenelauf


Aus dem Griechischen überliefert ist Melpomene eine Muse der tragischen Dichtung und des Trauergesangs. Das es auch eine Frau gleichen Namens gab, die 1896 als erste Frau einen olympischen Marathon bewältigte, ist nur wenigen bekannt.

Der Frauenlaufclub Bonn e.V. würdigt diese Leistung nicht zuletzt durch den Melpomene-Lauf, der am 21. Mai bereits seine 24. Austragung fand. Die gleichzeitig ausgetragenen Kreismeisterschaften auf dieser nahezu topfebenen Wendepunktstrecke durch den Kottenforst in Bonn-Ippendorf zieht beständig eine große Zahl von Läufern an.

Der LT Hennef startete in der Besetzung Sonja und Michael Armbrust, Frank Stiltz und Michael Wank. Vor Ort traf man den bekannten Hennefer Wüstenläufer Rafael Fuchsgruber, der sich zur Abwechslung an einer kurzen Distanz versuchte. Frank und Michael nahmen für die Anreise das Rennrad, um eine wettkampfspezifische Koppeleinheit für die anstehenden Triathlon-Wettkämpfe durchzuführen.

Bei idealen äußeren Bedingungen war das Rennen für Michael nach 43:29 min auf Platz 2 der AK M45 beendet. Ihm folgten Frank nach 54:13 min und im Gleichschritt Sonja und Michael in 56:01 min.

Die familiäre Atmosphäre und sympathische Wettbewerbe wie den 6-Pfotenlauf für Läufer mit Hund sorgen dafür, dass diese Veranstaltung bei den Teilnehmern sehr beliebt ist.

Knallerstimmung in Venlo

Lauftreff Hennef bei den Oranjes

Abseits der großen Städtemarathons hat sich der Venloop bei unseren niederländischen Nachbarn kurz hinter der Grenze als stimmungsvollster Lauf nahezu konkurrenzlos etabliert. Die Atmosphäre auf der Strecke und im Zielbereich sucht ihresgleichen. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, sieht man im Zielbereich nur strahlende Gesichter.

Etwas Kritik sei dennoch erlaubt. Die stetig wachsende Teilnehmerzahl gepaart mit der Ausweitung der verschiedenen Bewerbe lässt das Areal um den Julianapark an seine Grenzen stoßen. Selbst die außenliegenden Parkplätze sind überfüllt, wenngleich die Organisatoren allen erdenklichen Komfort bieten.

Das Leistungsniveau ist beim 10 km Lauf auf einem eher bescheidenen Niveau. Sonja und Michael Armbrust, Martina Fitz, Eveline Hahs, Franz Kremer und Michael Wank tummelten sich unter den 5.600 Teilnehmern und genossen die Stimmung entlang der Straßen.

Der Halbmarathon wird seit Jahren von kenianischen Spitzenläufern dominiert. In diesem Jahr finishten die ersten 5 Läufer innerhalb von 6 Sekunden (!) bei einer Siegerzeit von 60:19 min. Die Zeit von Stephan Müll (1:27h) kann sich dennoch sehen lassen, der damit die Ergebnisliste der LT-Läufer anführte. Ihm folgten Grit Baedeker (1:39h), Erwin Rüttgers (1:58h), Frank Stiltz (1:59h) sowie Heike und Guido Weisbach (2:21h). Zahlreiche kurzfristige Ausfälle verhinderten leider ein größeres Teilnehmerfeld.

Die Wettkampfsaison hat begonnen

Die Kombination aus Urlaub und Trainingseinheiten in südlicher Atmosphäre hat bereits vielen Sportlern einen enormen Leistungsschub verpasst. Was in früheren Jahren ausschließlich Leistungssportlern vorbehalten blieb, wird heute von Breitensportlern in gleichem Umfang genutzt. So sieht man gerade im Frühjahr, wenn es in heimischen Gefilden noch kühl und nass ist, zahllose Hobbyathleten über Mallorca radeln und laufen, um die konditionelle Grundlage für die Saisonhöhepunkte zu legen.

Eveline Hahs genoß ihr erstes Trainingscamp und sammelte viele wertvolle Erfahrungen. In der Regel standen zwei Trainingseinheiten pro Tag auf dem Plan, in denen vom Lauf-ABC über Tempoeinheiten bis hin zu Trailläufen in spektakulärer Umgebung alles dabei war, was das Läuferherz begehrt. Man lernt Gleichgesinnte kennen und motiviert sich gegenseitig zu Bestleistungen. Das Gute an einem Trainingscamp ist, dass die wichtigste Einheit, die Regeneration, nicht zu kurz kommt. Raus aus dem Alltag ist man viel entspannter und erholt sich wesentlich schneller.

So ist es wenig verwunderlich, dass Eveline zum Höhepunkt der Trainingswoche beim abschließenden Halbmarathon in Palma eine tolle neue Bestzeit aufstellte. Nach 2:16h war sie überglücklich im Ziel und konnte es gar nicht fassen, dass sie nach den vielen Trainingskilometern noch zu so einer Leistung fähig war. Diese Erfahrungen und Eindrücke erweitern den Horizont eines Freizeitsportlers in ungeahntem Maße, so dass die Auswirkungen noch lange nach Ende des Camps spürbar sein werden.

Laufen gegen den Hunger in der Welt - LT Hennef unterstützt die Welthungerhilfe

Vergangenes Jahr richtete die Deutsche Welthungerhilfe zum ersten Mal den "Zero Hunger run" in der Bonner Rheinaue aus. Knapp 1.300 Teilnehmer spendeten u.a. über ihre Startgelder rund 23.000,- € für das selbstgesteckte Ziel "Null Hunger bis 2030). Dieses Jahr wurde dieses Ergebnis mit rund 40.000,- € deutlich übertroffen!

Sportlich wurde für jeden etwas geboten. Die Kinder konnten sich bei bestem Wetter auf den Wiesen austoben, interessierte Erwachsene kamen im Bootcamp-Parcours ins Schwitzen.

Die beiden Läufe über 5 und 10 km bildeten die Hauptevents. Bonns Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan übernahm die Schirmherrschaft über die Veranstaltung und betätigte sich selbst auf der kurzen Distanz.

Heike und Guido Weisbach, Eveline Hahs, Marc Olbert und Michael Wank reihten sich ins Feld der 10 km Läufer. Zweimal musste der Kurs durch die Rheinaue umrundet werden, der bis auf zwei leichte Anstiege seht gut zu laufen war.

Leider zwang eine Verletzung Michael Wank nach 7 km zur Aufgabe. Die anderen Hennefer Läufer machten ihre Sache besser und kamen nach 54:09 min (Guido Weisbach), 59:31 min (Heike Weisbach), 1:02,27 h (Marc Olbert) und 1:02,41 h (Eveline Hahs) ins Ziel. Eveline und Marc waren tags zuvor noch beim Run of Colours in Köln über 5km aktiv.

Sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer waren hochzufrieden mit dieser gelungenen Zweitausgabe

Parallel fand in Siegburg der HIT-Citylauf mit den Deutschen Hochschulmeisterschaften über 10 km statt. Dort feierte Martin Schenk vom LT Hennef nach überstandener OP sein umjubeltes Comeback in starken 43:35 Minuten!

Erwin und Uwe über 50km beim Bottroper Herbstwaldlauf

Erwin und Uwe waren beim Bottroper Herbstwaldlauf und sind dort 50km gelaufen. An einem Tag. Am Stück. Das ist ganz schön weit...

Erwin wurde in 05:31:00h Vierter in der M65, Uwe hatte am Ende etwas zu beißen, erreichte aber das Ziel noch unter 6 Stunden in 5:59:10 als Zehnter der M60. Saustarke Ultra-Leistung der ältesten Gelenke im LT, während beim Nachwuchs schon der Knorpel schwächelt... Wir ziehen die Hüte und knien unwürdig im Staub.

Es gibt sogar Fotos:

2016

Erwin Rüttgers räumt ab

Er läuft und läuft und läuft. Im Unterschied zum Original VW-Käfer denkt Erwin Rüttgers keineswegs daran, seine Karriere zu beenden.

Stand er noch im November auf dem obersten Siegertreppchen beim anspruchsvollen Platinman-Berglauf, gelang ihm dieses Kunststück nur einen Monat später beim Siebengebirgsmarathon erneut. In 4:31 h Stunden konnte er sich am letzten Anstieg von einem gleichaltrigen Kontrahenten entscheidend absetzen und sicherte sich letztlich deutlich den Erfolg in der M65.

Entscheidenden Anteil am erfolgreichen Abschneiden wird vermutlich das vorabendliche Weihnachtsessen im Kreis der LT-Aktiven gehabt haben. Traditionell ließ man das abgelaufenen Jahr mit seinen sportlichen Höhepunkten Revue passieren und schmiedete Pläne für 2017.

Eines ist sicher: Erwin wird auch 2017 für viele gute Ergebnisse sorgen, denn in seiner derzeitigen Form ist er nur schwer zu schlagen.

Laufen für einen guten Zweck

Die Kombination Weihnachtsmarkt Hennef / Weihnachtlauf Mondorf ist seit Jahren fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders des Lauftreff Hennef. Der Samstagabend steht ganz im Sinne der Geselligkeit und wird gerne zur Planung von künftigen Aktivitäten und Wettkämpfen genutzt.

Tags darauf trifft man sich traditionell im weihnachtlichen Outfit beim Mondorfer Weihnachtslauf zu einer gemütlichen Runde über 10 km. Der Lauf hat sich über die Jahre zu einem Phänomen entwickelt, bei dem nicht nur mehr als 1.300 Läufer in allen Bewerben an den Start gehen, sondern auch so prominente Athleten wie Sabrina Mockenhaupt zu finden sind. Neben Christian Schreiner vom LAZ PUMA bei den Männern sicherte sich Sabrina überlegen den Gesamtsieg bei den Frauen.

Für unsere 6 Sportler endete der Lauf nach etwas mehr als 1 Stunde unter dem großen Applaus der zahlreichen Zuschauer, die den sympathischen Auftritt unseres Lauftreffs seit Jahren würdigen. In diesem Jahr konnte der Veranstalter eine beträchtliche Summe des Startgeldes an die Elterninitiative krebskranker Kinder Sankt Augustin e.V. überweisen. Schön, wenn sportliche Leistungen mit wohltätigen Zwecken verknüpft werden

Eveline Hahs zog es parallel an den Start des zweiten Laufs der Leverkusener Winterserie über 10 km. Nach exakt 1 Stunde überquerte sie die Ziellinie und war damit deutlich schneller als bei ihrem ersten Auftritt. In der Gesamtwertung hat sie zudem den Sieg ihrer Altersklassenwertung so gut wie sicher, da sich keine weitere Läuferin platziert hat. Doch wer Eveline kennt, weiß, dass sie auch im letzten Rennen wieder alles daran setzen wird, ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Die Wettkampfsaison hat begonnen

Trotz teils erbärmlicher Wetterbedingungen finden einige traditionelle Volks- und Winterlaufserien ungebrochenen Teilnehmerzuspruch. Die wohl bekannteste Serie wird alljährlich von Helmut Urbach und seinem eingespielten Team des LSV Porz im Erholungsgebiet Gut Leidenhausen ausgetragen.

Eveline Hahs nutzte die kleine Serie im Rahmen Ihrer Vorbereitung auf den Hamburg Marathon, um aussagefähige Zwischenresultate zu erzielen. Leider wurde Sie nach einem fulminanten Auftakt mit 57:16 min über die 10 km Strecke bei den folgenden beiden Läufen durch eine Erkältung buchstäblich ausgebremst. Die beiden folgenden Läufe wurden dann mehr unter "zügige Dauerlauf" abgehakt, um die weitere Vorbereitung nicht unnötig zu gefährden.

In Leverkusen, beim Lauf um das Bayer Kreuz, trifft sich alljährlich die deutsche Straßenlaufelite zum ersten Kräftemessen. Im Lauf der Asse gelang der jungen Deutschen Nachwuchshoffnung Konstanze Klosterhalfen in ausgezeichneten 32:24 min. ein neuer U20 Rekord.

Doch auch die LT Starter kehrten mit hervorragenden Zeiten zurück. Grit Baedeker schrammte in 43:05 min nur knapp an ihrer Persönlichen Bestleistung vorbei. Bedenkt man, dass Sie sich ebenfalls mitten in der Marathonvorbereitung befindet, darf Sie durchaus auf eine weitere Steigerung hoffen.

Sonja Berse trat nach langer Verletzungsmisere endlich wieder beschwerdefrei und gut trainiert an den Start und war mit Ihrer Zielzeit von 49:05 min sehr zufrieden. Ingo Retzmann komplettierte in guten 51:53 min das LT-Trio, obwohl er in diesem Jahr kaum durchgängig trainiert hat.

In zwei Wochen geht es zu den niederländischen Nachbarn nach Venlo, wenn der "Venloop" seine stimmungsvollen Pforten öffnet. Dort wird der LT traditionell in großer Besetzung antreten.

Gemischte Gefühle beim Köln Marathon

Köln feierte das 20 Jubiläum seiner Marathonveranstaltung und wieder zog es Tausende bei läuferfreundlichen Temperaturen und zwischenzeitlichen Schauern durch die Innenstadt Richtung Ziel am Dom.

Erwin Rüttgers geht traditionell in Köln an den Start und lieferte einmal mehr eine gelungene Kopie der letztjährigen Auftritte in der Karnevalshochburg. Die Uhr blieb für ihn bei 4:15,54 h stehen und bedeutete einen ausgezeichneten 14. Platz in der Männerklasse M65. Bedenkt man, dass Erwin schon vor Jahren dem Marathonlauf den Rücken kehren wollte, hält er konstant sein Leistungsniveau.

Für Eveline Hahs verlief ihr 2. Marathonlauf anders, als erhofft. Nach ihrem erfolgreichen Debüt auf der 42,2 km langen Strecke vor 2 Jahren in Hamburg verlief bereits die Vorbereitung auf Köln weitaus schlechter. Immer wieder wurde Sie durch Verletzungen oder Krankheiten aus dem Trainingsrhythmus geworfen. So gestaltete sich das Rennen für Sie nur auf der ersten Hälfte akzeptabel. Danach setzten muskuläre Probleme ein, die sie nach 30 km zunehmend zum Gehen zwangen.

Der eigene Wille, das Rennen zu beenden und die Unterstützung der Zuschauer und Mitläufer halfen ihr, den Zielbogen noch vor dem berüchtigten Besenwagen zu erreichen. Der Marathon zeigt sich für seine Teilnehmer gelegentlich von der unangenehmen Seite. Doch gerade die negativen Erlebnisse tragen zur eigenen Entwicklung bei. Beim nächsten Marathon wird Eveline sicher besser präpariert am Start stehen.

Doppelter Altersklassenerfolg beim Platinman

Für passionierte Trailläufer kann eine Laufstrecke nicht steil, matschig oder unwegsam genug sein. Dass die 4. Ausgabe des Platinman alle Eigenschaften vereinte, lag nicht zuletzt an den Regenfällen der vergangenen Tage. Pünktlich zum Rennbeginn ließ sich die Sonne sehen und fast 500 Starter pilgerten über die 25,7 km lange Strecke des Platinman oder der "Diätvariante" Platinman light mit 10,7 km.

Auf der kurzen Distanz konnte Tobias Tesch ungefährdet seinen Vorjahressieg wiederholen, während es bei den Frauen einen Erfolg der jungen Camila Solano gab. Martina Fitz erreichte nach 1:17 h als 5. ihrer Altersklasse das Ziel und zeigte sich zufrieden mit Ihrer Leistung.

Kurze Zeit später ging es für mehr als 300 Starter über die volle Distanz, die mehr als 800 Höhenmeter bereithielt. Der dreimalige Sieger Tim Dally war in diesem Jahr nicht am Start. So ergab sich ein enges Rennen zwischen dem späteren Sieger Maciek Miereczko und dem Zweitplatzierten Nikki Johnstone. Bei KM 24 konnte Miereczko den entscheidenden Endspurt ansetzen, dem Johnstone nicht mehr folgen konnte. Das Podium vervollständigte Gary Wilberforce aus Hennef.

Für den LT Hennef waren die Oldies erfolgreich. Uwe Schmidt gewann die Altersklasse M60 ähnlich souverän wie Erwin Rüttgers die AK M65. Eine starke Leistung zeigte erneut Stephan Müll als 24. in der Gesamtwertung. Alex Aschenbrenner lief in 2:38 h nahezu die identische Zeit des Vorjahres und erreichte den 104. Rang bei den Männern. Bei den Damen konnte sich Monika Wozna aus Düsseldorf erneut überlegen durchsetzen und gewann in starken 2:04 h vor Dioni Gorla und Christine Rouge.

Zahlreiche Läufer zollten dem Team um Organisator Axel Gerlach großes Lob für diesen tollen Lauf, der sich wohltuend von den Massenveranstaltungen mit Eventcharakter abhebt.

LT Hennef goes Venloop

Seit drei Jahren ist es zur schönen Regelmäßigkeit geworden, unseren niederländischen Nachbarn in Venlo einen Besuch zum mittlerweile berühmten Venloop abzustatten. Auf der Suche nach den stimmungsvollsten Läufen wird man um dieses Event nicht herumkommen, steht doch buchstäblich der gesamte Ort am Streckenrand und sorgt für eine unvergleichliche Atmosphäre.

Selbst das Wetter hat offenbar ein Einsehen mit den Protagonisten und stellte die Läufe über 10 und 21,1 km kurzzeitig unter einen sonnigen und blauen Himmel. Von den unerwartet warmen Bedingungen wurden viele Läufer überrascht, die sich auf windige und kühle Witterung eingestellt hat. Das Zwiebelprinzip verhalf auch hier den meisten für ein angepasstes Laufoutfit.

Über die kürzere Distanz konnten sich Michael Wank, Lars Brammeyer sowie Sonja und Michael Armbrust mit schnellen Zeiten in Szene setzen. Sonja Berse, Ingo Retzmann und Diana Grau genossen die Atmosphäre während eines für sie zügigen Trainingslaufs. Seinen ersten Lauf nach mehr als einem Jahr bewältigte Franz Kremer in Begleitung von Martina Fitz und freute sich über die gelungene Rückkehr zu den aktiven Wettkämpfern des LT Hennef.

Einige Zeit später ging es auf die Halbmarathonstrecke, die traditionell von den schnellen nordafrikanischen Läufern dominiert wird. Mit drei Läufern unterhalb der 60-Minutenmarke demonstrierten die Athleten ihre Ausnahmestellung im Langstreckenlauf.

Überraschend stark präsentierte sich Stephan Müll in 1:26 h, der ohne gezieltes Training an den Start ging. Grit Baedeker bewies nach überstandener Erkältung, dass sie mit 1:34 h absolut im Soll für den Hamburg Marathon am 16. April ist. Erwin Rüttgers kam nach drei Wochen Verletzungspause in 1:55 h zu einem geglückten Comeback. Mit 2:18 h gelang Heike Weisbach in Begleitung von Guido Weisbach eine neue persönliche Bestzeit und beschloss damit die interne Wertung des LT Hennef.

Knapp am Siegerpodest vorbei

In den vergangenen Jahren wurde die Teilnahme am Staffelmarathon in Waldbreitbach immer wieder durch andere Laufwettbewerbe überlagert, denn der Termin am 3. Oktober liegt inmitten der großen Herbstmarathons wie dem in Köln.

Dieses Jahr klappte es endlich, und mit Sonja und Michael Armbrust, Diana Grau, Stephan Müll, Grit Baedeker und Michael Wank hatten wir ein schlagkräftiges Team am Start der Mixed-Staffelwertung.

Ein flacher 2 km Rundkurs sorgt für ein abwechslungsreiches Treiben und die Läufer haben nur einen kurzen Zeitraum der Erholung, bevor es in Hochgeschwindigkeit wieder auf die Umlaufbahn geht. Das Wetter zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite und streute ständig Nieselregen ein.

Angeführt vom schnellen Stephan Müll wuchsen auch die anderen Staffelläufer(innen) über sich hinaus und plötzlich befanden wir uns zur Halbzeit in Schlagdistanz zu Platz 3. Dort befand sich eine großartige Staffel blinder Läufer (!), angeführt vom mehrfachen Paralympics Sieger Henry Wanyoike. Noch vor den letzten drei Runde war jedoch absehbar, dass der Vorsprung zu groß war. Dennoch ist das Ergebnis mit 3:05,03 h sensationell, gleichbedeutend mit einem Schnitt von weniger als 4:30 min pro km.

Alle Beteiligten hatten viel Spaß an der Veranstaltung, so dass eine Wiederholung definitiv auf der Agenda steht.

Noch ein Hinweis für alle Läufer(innen) des LT: Ab dem 18. Oktober starten wir generell ab 19 Uhr und treffen je nach Anzahl und Leistungsstärke vor Ort die Wahl, wer eine kurze Runde (30 Minuten) läuft oder gleich eine längere Strecke über 60 Minuten angeht.

2015

Mein erster Marathon

Freitag,24 April 12:30 Uhr: Zuerst hole ich Markus ab und dann Petra,zusammen fahren wir nach Hamburg,Petra und Markus wechseln sich ab mit dem fahren so das ich völlig entspannen kann und kommen um ca.19 uhr an.

Samstag: Mit der Bahn zur Messe fahren und die Startunterlagen abholen,dann auf der Messe shoppen,anschließen fuhren wir mit der Bahn durch Hamburg nicht viel laufen, brauche meine Kraft für Sonntag.Petra und Markus fragen, na, bist du nervös ? Davon spüre ich nichts, bin ganz ruhig und habe das Gefühl, ich laufe morgen nicht.

Abends lecker essen , den Kohlenhydratespeicher auffüllen, die beiden passen auf das ich genug esse. Vor dem schlafen gehen alles zurecht gelegt damit ich nichts vergesse.Markus macht mir 3 Leukoplastpflaster für den Unterarm fertig mit den Zwischenzeiten damit ich vergleichen kann ob ich in meiner Zeit bleibe.Er ist ein sehr fürsorglicher Begleiter.Dann geht es ab zum schlafen und ich bin immernoch nicht aufgeregt,na sowas.Langsam macht es mir selber Angst, ich bin doch sonst so hibbelig.

Sonntagmorgen 5:30h, aufstehen, fertig machen und dann ab zum Frühstück.Um kurz vor 7 Uhr machen wir uns auf dem Weg zur U Bahn, immernoch die Ruhe selbst.

Dort angekommen haben wir noch eine Stunde Zeit, gehen noch etwas im Botanischen Garten spazieren und um 8:15h laufe ich mich warm.Als ich zurück kam , war Markus weg,er lief um mich zu suchen, hatte Angst,ich würde mich verlaufen aber ich fand den Weg.

So, nun war warten angesagt.Bis wir zur Startllinie kamen dauerte es noch eine halbe Stunde,Petra war nervös und ich immernoch nicht,irgendwas stimmt doch nicht! Dann war es endlich soweit.Die ersten 10km lief ich für mich,hielt mich an den Rat von Michael W. ,dann traf ich auf 5 Std.Pacemaker,die ich von hinten aufholte da ich fast als letze startete.Ich dachte mir, da bleibst du dran, dann kommst du mit Sicherheit vor 5 Std. ins Ziel.Unterwegs lerne ich die 21 jährige Anna kennen die auch ihren ersten Marathon lief und wir beschlossen, das schaffen wir gemeinsam.Unsere Pacemakerin war super,wir hielten alle 5Km an zum trinken und essen ,dann ging es geschmeidig weiter. Als ich bei den Landungsbrücke vorbei kam, hörte ich laut jemanden meinen Namen rufen, schaute nach rechts und entdeckte zu meiner Überraschung, Petra und Markus die mich anfeuerten.Damit habe ich nicht gerechnet da wir uns bei Km 16-18 sehen wollten.Meine Freude war groß! Nun ging weiter, bei Km 16-18 traf ich die beiden wieder und es ging mir gut, keine Angst,keineGedanken daran ob ich es schaffe, einfach nur laufen und genießen.Die Hamburger/innen feuerten uns an,es war herrlich.Bei Km 30 sagte Anna zur Pacemakerin, nun kommt gleich der Mann mit Hammer,oh Gott! Sie , macht euch keine Gedanken, ihr seid gut und gleichmäßig gelaufen, der kommt nicht! Noch 12,195 Kilometer ,die schaffe ich auch noch.Dann kam Km 37 und ich sah Petra und Markus,sie schrien, Eveline, du siehst gut aus und so gelassen.Ja, ich fühlte mich gut,hatte nicht das Gefühl auf Zahnfleisch zu kauen.Noch etwas mehr als 5km dachte ich und freute mich auf`s Ziel.Als wir die 40km durchlaufen sind,sagte die Pacemakerin, nun habt ihr es bald geschafft, genießt die letzten 2 km und lauft mit einem lächeln ins Ziel.Darauf kannste dich verlassen dachte ich mir.Den letzten km zog ich noch mal an ,die anderen wurden langsamer,sie mussten ihre Zielzeit von 4:59h einhalten.Dann kam der rote Teppich und ich war nicht mehr zu halten,(bekomme gerade wieder Gänsehaut) und lief ins Ziel.Meine Freude war riesengroß,ich wusste, bin auf jeden Fall unter 5 Std.reingekommen und es war herrlich . Im Ziel traf ich Anna wieder ,die 1min vor mir ins Ziel kam und wir vielen uns in die Arme.Unsere Pacemakerin kam kurze Zeit auch ins Ziel und gratulierte uns,sie war einfach"Spitze".Anschließend ging ich zum Treffpunkt ,wo Petra und Markus auf mich warteten.Ich nahm beide in die Arme,sie waren die besten Begleiter die man sich denken kann und haben dazu beigetragen das es ein unvergessliches Erlebnis wurde. Nun konnte gefeiert werden und das taten wir auch!

Fazit: Es war mein schönster Lauf und es wird nicht der letze Marathon gewesen sein.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken die mich in der Vorbereitungszeit unterstützt und am Marathon Tag mitgefiebert haben.Ich konnte erst am Abend die Flut der Nachrichten lesen und war überwältigt von eurer Teilnahme.

Danke, eure Eveline

Ironman 70.3 Zell am See

Ironman klingt gut, umweht der Begriff vor allem der Mythos seines wohl bekanntesten Rennens auf Hawaii. In erster Linie handelt es sich dabei um ein Wirtschaftsunternehmen, welches zahlreiche Triathlon-Rennen unter der namensgebenden Flagge rund um den Globus veranstaltet. Diese tragen den erklärenden Zusatz 70.3 für die halbe Distanz (in Meilen, sprich 1,9/90/21,1 in km) sowie der Langdistanz (logischerweise die doppelten Strecken). Nur bei diesen Rennen ist es durch außergewöhnliche Leistungen möglich, sich für die WM der jeweiligen Streckenlänge zu qualifizieren. In diesem Jahr wurde die WM auf der Halbdistanz erstmalig außerhalb des amerikanischen Kontinents ausgetragen. Mit Zell am See wurde ein Veranstaltungsort ganz nach meinem Geschmack gefunden, und Norbert Tesch aus den Reihen des SV Hellas, der mich auf dieses Rennen hinwies, fand in mir sehr schnell einen Mitstreiter. 

Nach meinem geglückten Langdistanzdebüt im vergangenen Jahr beim Ostseeman hatte ich mir für dieses Jahr zwei Saisonhöhepunkte ausgesucht. Den Two Ocean Marathon in Südafrika konnte ich mit einer Mischung aus Trainingsumfängen des Vorjahres und Last-Minute Long Jogs so gerade noch bewältigen, aber einige Verletzungen behinderten mich eine geraume Zeit vor allem beim Laufen, so dass ich mit reichlich Trainingsrückstand Anlauf auf das zweite Saisonhighlight nahm. Dank des regelmäßigen Schwimmtrainings machte ich an diese Disziplin sehr schnell einen Haken. Radfahren bereitete mir zudem keine Komplikationen und mit der richtigen Dosierung kam ich auch beim Laufen wieder besser in die Gänge, wenngleich es an Tempo mangelte.

So fuhr ich nach Zell in dem Wissen, dass ich diese Mal nicht auf meine Laufstärke vertrauen konnte und stattdessen beim Radfahren versuchen musste, Zeit gut zu machen. Die Wetterprognosen hielten ihr Wort und wir erwischten eine perfekte Sommerwoche mit Sonne und teils mehr als 30 Grad – ideale Bedingungen für mich. Der Ort war rappelvoll mit Teilnehmern aus allen Winkeln des Erdballs, die sich entweder für die WM am Sonntag qualifiziert oder, wie ich, für das Rennen im „Vorprogramm“ am Samstag gemeldet hatten. Die Stimmung war großartig und bei der Rennbesprechung wurde in Anbetracht der rund 2.200 Teilnehmer jedem klar gemacht, dass er sich an die Regeln dieses Sports halten möge, da sonst Verwarnungen, Zeitstrafen oder, schlimmer noch, die Disqualifikation drohte. Kampfrichter aus den USA sind für ihre strenge Regelauslegung bekannt.

Der Vorabend-Check-in ließ die Anspannung steigen. Mein Rad wurde an seinem Standort eingehängt und der Luftdruck in den Reifen vorsichtshalber reduziert, damit ich am nächsten Morgen nicht auf einen Hitze-Platten treffe. Die Wechselbeutel wurden auf die markierten Haken deponiert und ich prägte mir die Laufwege genau ein. Die Wechselzone lag im Fußballstadion neben dem Strandbad und eröffnete einem die gewaltige Dimension dieses Events.

Der Renntag begann mit dem Frühstück um 5 Uhr und der obligatorischen Ungewissheit, ob ich alles bedacht und sämtliche Sachen gepackt hatte. Auf dem Weg zur Wechselzone sah ich in konzentrierte Gesichter und in mir stieg die Vorfreude auf das Rennen. Schnell noch das Rad aufgepumpt, die Radflaschen angebracht und mit Neo, Badekappe und Brille bewaffnet Richtung Schwimmstart. Der Start erfolgte in Wellen mit 5 Minuten Abstand. Meine Altersklasse erhielt aufgrund der Teilnehmerstärke von fast 300 Athleten ihren eigenen Startblock. Nach einem kurzen Einschwimmen ließ man uns in den Startbereich. Die Sonne ging bereits auf, als wir um 7:05 Uhr endlich losgelassen wurden.

Der Zeller See ist ca. 4 km lang und 2 km breit, von exzellenter Wasserqualität und mit 21 Grad angenehm temperiert. Kurzum, ich fühlte mich sehr wohl in diesem Gewässer und nahm sehr zügig meinen Rhythmus auf. Es kam selten zu Kollisionen mit anderen Schwimmern und ich umrundete nach der ersten Hälfte die beiden Wendebojen auf dem Weg zurück Richtung Schwimmausstieg. In vielen anderen Freigewässern habe ich mit Allergieartigen Erscheinungen zu kämpfen und die Schleimhäute in der Nase schwellen an – nicht so in diesem See. Nach für mich passablen 38 Minuten (Zwischenplatzierung 131. AK, 1027. gesamt) entstieg ich dem kühlen Nass und schnappte mir meinen ersten Wechselbeutel, zog mich im Zelt um und schwang mich auf das Rad. Die Größe der Wechselzone kostete mich in Summe rund 10 Minuten meiner Gesamtzeit, ein weiteres Indiz für die Dimension dieser Veranstaltung.

Auf die Radstrecke freute ich mich besonders. Zum einen wegen des beeindruckenden Panoramas zahlreicher 3.000er wie Großglockner, Kitzsteinhorn oder Großvenediger, aber vor allem wegen des bevorstehenden 13 km langen Anstiegs zum Filzensattel auf mehr als 1.200 Meter Höhe, der alleine mehr als 600 Höhenmeter der Strecke beanspruchte. Vorab ging es in zügigem Tempo auf die ersten 20 km und die Sonne sorgte schnell für ansteigende Temperaturen. Ich arbeitete mich schnell nach vorne und erreichte nach knapp einer halben Stunde den Anstieg. Auf den ersten 11 km wechselten sich gemäßigte Steigungen mit kurzen, fast flacheren Passagen ab. Das Panorama war umwerfend! In Dienten kam der gefürchtete Schlussanstieg. Auf fast 2 km ging es mit 14% bergan und etliche Fahrer stiegen entweder vom Rad oder riskierten bei erstaunlich geringer Geschwindigkeit, schlichtweg umzufallen. Hier kamen mir die Trainingshöhenmeter zugute und auf dem Filzensattel entfuhr mir ein Jubelschrei. Direkt im Anschluss ging es rasant bergab. Auf dem 15%igen Gefällstück fuhren viele Mitstreiter sehr verhalten und ich musste höllisch aufpassen, keinen umzufahren. Einige unschöne Stürze hinterließen sichtbare Verletzungen bei den Athleten; es waren zum Glück wenige Ausnahmen. So ging es nach der Abfahrt noch weitere 10 km sanft bergab und die Geschwindigkeit auf diesem Stück betrug im Mittel mehr als 50 km/h. Auf der zweiten Streckenhälfte durchquerten wir für die Region typische Ortschaften wie Mittersil oder Kaprun und fanden mit weiteren 300 HM nur noch wenige Steigungen vor. Meine einzige Pinkelpause wurde mit einem erhobenen Zeigefinger des Wettkampfrichters quittiert, also abklemmen, weiterfahren und keine Stop-and-Go Strafe riskieren. Meine spätere Auswertung ergab, dass ich auf dem Bergstück im Mittel 17 km/h, auf dem Rest der Strecke 39 km/h schnell war. So fuhr ich nach 2:47 sehr unterhaltsamen und schönen Stunden zum zweiten Mal in die Wechselzone (Zwischenstand 76. AK, 537. Gesamt) . Dort konnte ich meine „Abwässer“ regulär im Dixie entsorgen und nach der zweiten Umkleide ging es auf die Laufstrecke.

Mittlerweile strahlte die Sonne bei 27 Grad fast senkrecht vom Himmel, und die Zuschauern schwitzten mit den Athleten um die Wette. Gut gelaunt wählte ich ein solides Angangstempo, doch was war das? Die Beine fühlten sich nicht locker an, die Atmung war unrhythmisch und schon zu Beginn deuteten sich leichte Krämpfe an. Sollte ich erstmalig auf dem Rad zu viele Körner gelassen haben? Ich steuerte die ersten beiden Verpflegungsstellen an und versorgte meinen Körper innerlich und äußerlich, wie ich es bei Hitze schon häufiger getan habe. Die ersten 7 km fühlten sich quälend an und der langgezogene Anstieg vor dem Wendepunkt entlang des Sees saugte mehr Kraft aus den Beinen als mir lieb war. An der nächsten Labestelle (wie der Österreicher sagt) kippte ich nochmal ordentlich Flüssigkeiten in und auf mich und nutzte den abschüssigen Teil auf dem Rückweg nach Zell zur Regeneration. War es dieser Streckenteil oder die einsetzende Wirkung des ersten Gels, aber danach lief es. Endlich bekam ich Zugriff auf die Strecke und ich besann mich auf meine Lauferfahrung und dem Wissen, dass ich mit solchen Situationen umzugehen wusste. Norbert Tesch kam mir derweil mit entschlossenen und kraftvollen Schritten zügig entgegen und ich wünschte ihm alles Gute für den Rest der Strecke. Mir ging es zunehmend besser und ich überholte stetig Mitläufer. Zurück in Zell holte ich mir das zweite Rundenbändchen ab und absolvierte die zweite Hälfte entschlossener und mit einer deutlich besseren Körperspannung. Norbert Tescht begegnete mir zum zweiten Mal und sah immer noch ausgezeichnet aus. Am Ende reichte es für ihn leider nicht zum erhofften Platz auf dem Podest, aber ein 6. Platz in seiner stark besetzten Altersklasse ist wirklich sensationell! Nach 1:43 h Laufzeit bog ich in den Zielkanal ein und überquerte nach 5:18,43 h als 48. meiner Altersklasse und dem 425. Gesamtrang glücklich das Ziel. Mehr war nicht drin und im Vorfeld hatte ich mit einer Platzierung unter den ersten 100 meiner AK geliebäugelt. Was will ich mehr!

Im Ziel traf ich Norbert wieder, der erschöpft, aber sehr zufrieden mit seiner Leistung war. Gemeinsam nahmen wir unsere Medaille und das Finishershirt entgegen und füllten unsere entleerten Speicher mit Pasta, Teilchen und Getränken auf.


Fazit: Eine tolle Veranstaltung in einer traumhaften Umgebung und ein erfolgreicher Wettkampf nach durchwachsenem Saisonstart. Ich bin ich endlich im Triathlon angekommen und kann meine Kräfte auf alle Disziplinen gleichermaßen verteilen. Davor habe ich mich fast ausschließlich auf meine Laufstärke verlassen. Und bei der späteren Siegerehrung und der damit verbundenen Vergabe der WM-Startplätze für das nächste Jahr in Australien kommen einem schon mal kuriose Gedanken...

Two Ocean Ultramarathon in Südafrika

Schuld ist ja der Frank! Hätte er sich nicht vor 4 Jahren in den Kopf gesetzt, einmal im Leben den Two Ocean Ultramarathon in Kapstadt zu laufen, wäre ich womöglich nie zu dieser Erfahrung gekommen. Im letzten Jahr konkret besprochen und dann gebucht befanden wir uns eine Woche vor Ostern auf dem langen Flug nach Südafrika, dem Land der teilweise extremen Gegensätze. Schwarz und Weiß, Arm und Reich, traumhaft Schönes und erschreckendes Elend, Linksverkehr und rechts im Auto sitzen. Auch wenn die Zeiten der Apartheid längst vorbei sind, ändert sich Vieles nur im Schneckentempo. Wie in jedem Land, wenn die Machthaber falsche Entscheidungen zugunsten von Minderheiten fällen und Reichtümer nur in eine Richtung umverteilt werden, während ein großer Rest, ausnahmslos Schwarze, unter unvorstellbarer Bedingungen lebt. 

Immerhin spricht und packt man, seit Nelson Mandela das Land befreit hat, die Dinge offen an, ohne Verwendung dieser unsäglichen „politisch korrekten“ Formulierungen. Dabei bietet dieses Land traumhafte Bedingungen für allgegenwärtigen Wohlstand. Ein Besuch in einem Township erweitert den persönlichen Horizont gleich um Welten. Offene, freundliche Gesichter und unbefangenes Lachen zeugen von Hoffnung, unterschlagen aber auch nicht die Probleme, mit denen das Land zu kämpfen hat, namentlich Arbeitslosigkeit, Kriminalität und AIDS. Doch dies soll kein politisches oder soziales Statement werden, denn dafür waren die zwei Wochen Aufenthalt sicher zu wenig, um sich ein umfassendes Urteil zu bilden.

Am Ende muss einmal mehr der Sport Brücken schlagen. Wenn morgens um 6:00 Uhr im Startblock mehr als 10.000 Läufer jeglicher Herkunft, Hautfarbe und sozialer Stellung gemeinsam das bekannte südafrikanische Lied „Shosholoza“ inbrünstig singen oder dem Gesang lauschen, läuft einem ein Schauer den Rücken hinunter. Sie alle verfolgen das gleiche Ziel: Den selbsternannten „schönsten Marathon der Welt“ nach 56 km in weniger als 7 Stunden zu finishen. Nur leider musste der schönste Streckenabschnitt, der Chapman’s Peak Drive, aufgrund der verheerenden Waldbrände der letzten Wochen und der damit verbundenen Steinschlaggefahr berechtigterweise gesperrt werden. An dieser Schleife bis kurz vor dem Kap der guten Hoffnung, an dem sich(geographisch längst widerlegt) der Indische mit dem Atlantischen Ozean verbindet, hatten wir uns zuvor anlässlich eines Besuch des Kaps selbst ein Bild der Zustände gemacht und waren geschlossen traurig darüber, dass wir stattdessen einen 8 km langen Anstieg gefolgt von einem 4 km dauernden Abstieg laufen mussten, der nur einen geringen Sightseeing- Faktor aufweist.


Während uns das Wetter über zwei Wochen nur mit Sonne verwöhnte, trübte sich der Himmel am Renntag leider ein und bescherte uns läuferfreundliche 14-18 Grad, böigen Wind und zu Beginn auch leichten Nieselregen. Die ersten 12 km führen einen raus aus Kapstadt durch Wohn- und Gewerbegebiete, bevor es in die offene Landschaft ans Meer ging. Gemeinsam mit Grit und Stephan verliefen die ersten 21 km relativ ereignislos, bevor es ab km 25 auf den vorgenannten Anstieg ging. Wegen eines kurzen Dixie-Stopps ließ ich die Beiden laufen und machte mich erleichtert an den nicht allzu steilen Anstieg und stellte mit Überraschung fest, dass sich die meisten Mitläufer doch arg an diesem Berg abmühten. Auf dem Abstieg machten sich meine seit Monaten anhaltenden Beschwerden wieder deutlich bemerkbar, die mir auch eine angemessene Vorbereitung unmöglich machten. Kenner der Langlaufszene wissen, dass weniger als 300 Trainingskilometer seit Jahresbeginn nicht wirklich reichen, um sich optimal vorzubereiten, aber den Lauf wollte ich mir unter keinen Umständen entgehen lassen. Bergab lief ich teilweise langsamer als hoch, aber ich lief. Unten angekommen begrüßten uns erstmals die Fans unserer Reisegruppe und auch Stephan und Grit befanden sich darunter.


Nun wurde es landschaftlich deutlich attraktiver. Wir durchquerten schöne Villenviertel und die Strecke wurde immer wieder eingerahmt von einem beeindruckenden Bergpanorama. Die Menschen am Rand munterten einen beständig auf und wir durchliefen die Marathonmarke beinahe beiläufig nach 4:10 h. An den Verpflegungsständen wurde Wasser in eingeschweißten 100 ml Plastikbeutel gereicht, was sich als extrem praktisch erwies. Man konnte diese Beutel gut in den Händen transportieren, durch einen kurzen Biss öffnen und sehr gut daraus trinken. Weit besser als die üblichen Trinkbecher und offenbar auch praktischer in der Entsorgung, denn die leeren Tüten wurden umgehend aufgesammelt und in Mülltonnen geworfen.


Da der letzte Streckenabschnitt noch einige Anstiege bereithielt, wurde es ab km 45 doch ziemlich anstrengend. Bergab bin ich teilweise gegangen doch bergauf lief es weiterhin erstaunlich gut. Wir erreichten Kirstenbosch mit seinem schönen Botanischen Garten und nach fast exakt 5 Stunden passierten wir auch die 50 km Markierung. Mit schweren Beinen ging es 3 km vor dem Ziel auf den letzten Anstieg und schließlich erreichten wir bei mittlerweile leichtem Sonnenschein gemeinsam den Zieleinlauf auf dem Universitätsgelände in Kapstadt. Es herrschte eine unglaubliche Atmosphäre im Zielkanal, tausende Zuschauer riefen unsere Namen. Nach 5:38h war das Abenteuer Two Ocean Marathon beendet und wir nahmen erschöpft (nun ja, Stephan war gerade warmgelaufen…) aber freudig unsere Medaillen entgegen. Frank, der „Urheber“ unserer Reise, erreichte nach 6:20 h ebenfalls deutlich unter dem Cut das Ziel und erfüllte sich seinen großen Traum von diesem Lauf.


Im Zelt trafen wir die Mitläufer unserer Reisegruppe, die nach und nach ebenfalls glücklich das Ziel erreichten. Erschütternd ist jedoch der Anblick der Läufer, die das Ziel nur wenige Sekunden nach dem 7-Stunden-Cut-Off sehenden Auges nicht erreichen und enttäuscht auf eine Finishermedaille verzichten müssen. Auch ein Läuferleben hält bisweilen grausame Momente bereit. Der Sieg ging in 3:10 h an einen Läufer aus Lesotho, die südafrikanische Siegerin benötigte 3:40h und war damit schlappe 71 Minuten schneller als bei ihrer letzten Teilnahme…alles mit sauberen Dingen, selbstverständlich.

War es nun der schönste Marathon? Zweifel bleiben, denn es fehlte der Kick der Originalroute. Vielleicht muss ich einen erneuten Anlauf wagen, lohnen würde es sich in jedem Fall, wenn man die Tage vor und nach dem Lauf hinzuzieht, in denen wir die Gelegenheit hatten, dieses wunderschöne Land, seine Menschen und vor allem die faszinierenden Tiere kennenzulernen.